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🎵 Musik 05.11.2025

Suno.ai: Wenn KI plötzlich bessere Beats baut als du

Suno AI – Musik auf Knopfdruck mit Suchtfaktor

Für ein Tool, das erst seit Ende 2023 öffentlich verfügbar ist, hat mich Suno bereits beim ersten Ausprobieren umgehauen. Ich hatte eher mit einer dieser überhypten KI-Spielereien gerechnet – doch was dann aus den Lautsprechern kam, klang verblüffend gut. Meine Skepsis verwandelte sich schlagartig in Begeisterung.

Vom ersten Ton zur Dauerschleife

Schon die erste Version von Suno hat mich beeindruckt. Doch die neuen Modelle, die man per Abo freischaltet, legten noch eine Schippe drauf: Version 4 und kurz darauf 4.5 waren für mich ein Riesenschritt nach vorn.

Plötzlich klangen die Songs noch dynamischer, die Genres wurden genauer getroffen und die Vocals viel ausdrucksstärker – mir wurde klar, hier entsteht etwas richtig Großes.

Von da an konnte ich mich kaum noch lösen. Tagelang – ach was, wochenlang – habe ich einen Song nach dem anderen generiert. Egal ob Techno, Schlager, Goa oder Hip-Hop – alles, was mir in den Sinn kam, musste ausprobiert werden. Suno hat mich komplett in seinen Bann gezogen.

Version 5 und Suno Studio – die nächste Stufe

Mit Version 5 hat Suno das nächste Level erreicht – es ist schlicht das Beste, was ich bisher auf der Plattform gehört habe. Die Klangqualität ist hörbar verbessert; v5 liefert Studio-Audio mit 44,1 kHz und erlaubt Songs von bis zu 8 Minuten Länge.

Dazu kommt das brandneue Suno Studio: die erste generative Audio-Workstation der Welt, ein vollständiger Multitrack-Editor im Browser. Damit wird die Songproduktion genial einfach und trotzdem mächtig – fast wie ein klassisches Tonstudio, nur dass die KI einem viel Arbeit abnimmt.

In Suno Studio kann ich jeden Aspekt meines Songs beeinflussen, wenn ich will: Von der Bassdrum über die Snare bis zur Melodie und Stimme lässt sich alles feinjustieren. Eigene Texte kann man sowieso eingeben (oder von der KI schreiben lassen, wobei Letzteres meist nur mittelmäßig klingt).

Diese Detailtiefe klingt erstmal kompliziert, doch Suno schafft den Spagat: Es bietet Tools, die auch ohne Producer-Ausbildung bedienbar bleiben, sodass kreative Köpfe voll auf ihre Kosten kommen. Experimentieren und Iterieren macht hier richtig Spaß – das merke ich jedes Mal, wenn ich einen neuen Song in Angriff nehme.

Was Suno (noch) fehlt

Bei all dem Lob gibt es aber auch Features, die ich mir noch wünsche. Ganz oben auf meiner Liste steht die Möglichkeit, eine einmal generierte Gesangsstimme erneut zu verwenden.

Aktuell klingt jeder Song nach einem anderen Sänger, was ein KI-Album etwas inkonsistent wirken lässt. Die neue Version v5 geht mit “Persistent Voice & Instrument Memory” zwar in die richtige Richtung – sie sorgt dafür, dass innerhalb eines Projekts Stimmen und Instrumente konsistent bleiben – aber eine gezielte Wiederverwendung derselben Stimme über mehrere Songs hinweg gibt es noch nicht.

Auch das Song-Management auf der Suno-Webseite (im “Create”-Bereich) ist noch ausbaufähig. So fehlt zum Beispiel eine einfache Option, die Reihenfolge der Songs in einer Playlist zu ändern. Das ist Meckern auf hohem Niveau, klar – aber es wäre das i-Tüpfelchen für eine rundum gelungene User Experience.

Musik auf Knopfdruck – Fluch oder Segen?

Kritiker monieren, dass durch Tools wie Suno der ganze Entstehungsprozess verkümmert. Statt gemeinsam im Studio oder Proberaum zu sitzen, stundenlang an Texten zu feilen, Beats zu basteln, Instrumente einzuspielen und sich inspirieren zu lassen, drückt man nur noch auf einen Knopf – und binnen Sekunden steht ein fix und fertig abgemischter Track in Radioreife bereit.

Kein Wunder, dass Puristen darin eine Gefahr für die “echte” Musikkultur sehen.

Aber auf der anderen Seite eröffnet die KI auch Chancen. Ich persönlich habe schon lange Texte in der Schublade, doch keine Band oder ein aufnahmetaugliches Studio zur Hand – für Leute wie mich ist Suno ein Segen.

Endlich kann ich meine Songs hörbar machen, ohne die Nachbarn mit nächtlichen Aufnahme-Sessions zu quälen. Man könnte sagen, Suno demokratisiert die Musikproduktion: Talent fürs Songschreiben reicht, den Rest übernimmt die KI-Band.

Im Umgang mit Suno habe ich außerdem unterschiedliche Nutzertypen ausgemacht:

  • Die Hater: „Suno ist doch keine richtige Musik, das kann jeder – es ruiniert die ganze Industrie.“
  • Die Freaks: Produzieren 50 Songs am Tag – aber ohne Herz und Verstand. Oft stammt alles von der KI, das hört man auch.
  • Die Musiker: Investieren Zeit in Texte und Prompts, damit der Song eine Aussage hat – so wie ich.
  • Die “Versteh ich nicht”-Typen: Können mit dem Trend nichts anfangen, zucken mit den Schultern.

Fazit

Mein persönliches Fazit: Ich liebe diese Plattform und habe schon enorm viel Zeit darin versenkt. Ich könnte mich tagelang damit beschäftigen, an meinen Prompts und Texten zu feilen, bis die KI sie perfekt durchflowt.

Mit dem richtigen Prompt und einem gut strukturierten Text wird Suno in meinen Augen um etwa 200% besser – verglichen damit, wenn man einfach alles die KI machen lässt.

Kurz gesagt: Suno ist gefährlich gut und zugleich faszinierend – ein geniales Spielzeug (und Werkzeug) für alle KI- und Musik-Nerds, die schon heute die Technik von morgen feiern.

Wusstest du schon? Suno kooperiert mit der gemeinnützigen Songs of Love Foundation, um personalisierte Lieder für Kinder und Jugendliche in Not zu erstellen.